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Neue Veranstaltungsformate

sehr lesenswertes Dossier von Lars Gräßer über neue Veranstaltungsformate der Medienbildung.

Hier werden Fragen wie : Was ist ein Barcamp? beantwortet.

http://www.mekonet.de/t3/index.php?id=44&tx_ttnews[tt_news]=1119&tx_ttnews[backPid]=85&cHash=2ae156a6b1f01192e8080d6146a3ceff

Termine Mai

1. Im Infocafe neigt sich unser Kunstwettbewerb „Leben im Netz“ dem Ende zu. Am 1.5. ist Einsendeschluss und die Gewinner werden gekürt. Die Ergebnisse sind dann ab dem 16.5. im Neu  Isenburger Rathaus zu bewundern.

Ebenfalls im Infocafe führen wir das erste  mal  unsere neu überarbeitete Unterrichtseinheit zum Thema „Werbung“ durch.  Hier neu eingebaut haben wir beispielsweise die Verleihung des „goldenen Windbeutels“, da die Einheit diesmal den Schwerpunkt Ernährung bzw. Werbung für Lebensmittel hat.

Unser Jahrespraktikant führt am 18.5. seine erste eigene Fortbildung mit unserer Unterstützung im Infocafe durch. Das Thema ist „Ballerspiele“ und es sind noch Plätze frei! Anmeldung unter info@infocafe.org

2. Die Lessingschule in FFM startet ein großes Anti- Onlinemobbing Programm. Hier werde ich ältere SchülerInnen ausbilden und mit diesen zusammen in die Klassen der unteren Jahrgänge gehen und über Onlinemobbing sprechen.

3.  Am 13.5. bin ich in Köln auf der Netzwerktagung des Institutes Spielraum in Köln (http://www.fh-koeln.de/spielraum) zum Thema „Methoden in der medienpädagogischen Arbeit“ .

4.  Am 16.5. findet in der Adolf Reichwein Schule in Langen ein Elternabend zu neuen Medien statt. Ich werde einen kleinen Rundumschlag über Communities und Onlinemobbing geben.

5.  Am 18.5. führe ich zusammen mit meiner Kollegin eine Fortbildung zu Onlinemobbing, insbesondere zu isharegossip für das Kompetenzzentrum IT in Rodgau durch.

6. Am 19. 5. um 19.00 Uhr  findet im Rahmen der Ausstellung „echt fair“  in der Weibelfeldschule  Dreieich ein Elternabend für alle Interessierten zum Thema Onlinemobbing statt. Diesen gestalte ich zusammen mit meiner Kollegin Frau Kremser.

Hier der Link zum Termin:

http://www.netzwerk-gegen-gewalt.de/index.php?option=com_events&task=view_last&Itemid=67&year=2011&month=05&day=26

7. Am 26.5. schule ich in Groß Gerau Jugendarbeiter zum Thema „Praktischer Medieneinsatz in der Jugendarbeit“. Es wird zum einen um konkrete Medienprojekte in der Jugendarbeit gehen als auch um die Möglichkeiten des „social media marketings“ der eigenen Projekte /Einrichtung.

Zeitungsartikel über das Jugendforum Oberursel

Die FNP hat einen kleinen Bericht über unsere Veranstaltung in Oberursel geschrieben…

eigentlich sehr schön. Ich frag mich nur warum das immer so klingt als hätte ich was gegen Medien ? 😉

Ich erzähle immer extra vor den Vorträgen bei SchülerInnen, dass Medien toll sind und ich sie gerne nutze und Ihnen nur jetzt einmal die kritischen Seiten zeige, weil sie die nicht kennen. Wie toll das alles ist wissen die SchülerInnen ja selbst!

http://www.fnp.de/tz/region/lokales/vordertaunus/so-schuetzt-man-sich-im-internet_rmn01.c.8823705.de.html

Zwei kurze Texte…

zum Download. Der eine ist ein Artikel über die Mediendebatte, den ich vor einiger Zeit für unsere örtliche Rappelpost ( www.rappel-post.de ) geschrieben habe. Er stellt kurz dar warum so viel über Medien diskutiert wird und wie Lösungsansätze aussehen könnten. Der andere Artikel ist eine Ausführung zu meinem ganz kurzen Statement auf der „Keine Bildung ohne Medien“ Konferenz in Berlin 2011. Er stellt dar, wo aktuell die Problematik beim Thema „Computerspiele in der Jugendarbeit“ liegt und was hier notwendig wäre um weiter zu kommen. Beide Texte sind als PDF zum Download verfügbar.

Über Kommentare zu den Texten würde ich mich freuen!

Viel Spaß beim lesen!

Die Mediendebatte

Computerspiele in der Jugendarbeit

Ergänzung zu Isharegossip

Sehr hörbarer und empfehlenswerter Beitrag zum Thema

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/download.jsp

Als Podcast oder zum Download. “ Ich poste also bin ich“ – Radioreportage von HR 2.

Leider etwas lang mit 52 min. *- aber immerhin super für Eltern/Pädagogen mit weniger Interneterfahrung geeignet.

Big Brother Award verliehen

Vor einigen Tagen ist der Big Brother Award 2011 verliehen worden. Diese Auszeichnung geht an Firmen, Organisationen etc. die besonders

fahrlässig mit Daten umgehen. Dieses Jahr dabei ist auch Facebook

http://www.bigbrotherawards.de/2011/.comm1

Der Artikel ist durchaus lesenswert… doch das heißt nicht, dass man sich bei Facebook abmelden muss oder den Jugendlichen verbieten sollte dort Mitglied zu werden.

Für Jugendliche ist Facebook mitlerweile sehr wichtig -und wer nicht dabei ist kann auch mal die ein oder andere Party oder wichtigeres verpassen.

Wer sicher gehen will nimmt sich etwas Zeit für diese Ratgeber: https://www.klicksafe.de/materialien/index.html#klicksafe-Leitf%E4den_SN

*viel Erfolg damit !

 

Augen auf beim Onlinemobbing ;)

„Streit im Berliner Abgeordnetenhaus über Cybermobbing“ so lautet heute eine Überschrift auf Heise.de (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Streit-im-Berliner-Abgeordnetenhaus-ueber-Cybermobbing-1219911.html). Gut, das heute der erste April ist denke ich im ersten Moment, doch dann wird klar, dass die Meldung ernst ist. Mein Gedanke, dass das wohl ein April Scherz sein muss kommt daher, dass gerade so getan wird als gäbe es Onlinemobbing erst seit gestern und als wäre EINE Internetseite daran schuld. Das alles hat mich veranlasst doch nochmal einen kurzen Eindruck meiner Meinung über das Phänomen loszuwerden. Wir befassen uns in Neu-Isenburg (www.infocafe.org) schon seit etlichen Jahren mit dem Thema. Bieten Beratung und Präventionskonzepte hierfür an. Immer wieder zeigt es sich dann im Gespräch mit anderen Pädagogen, dass dies so gar nicht selbstverständlich ist. Darum geht hier nochmal ein Lob an die Stadt Neu-Isenburg die sich schon 2002 auf das Wagnis eingelassen hat eine „medienpädagogische Jugendeinrichtung“ einzurichten und Billard und Kicker durch Computer und Konsolen zu ersetzen. Insgesamt stellt sich für mich die Situation so dar: 2007 ging das SchülerVZ an den Start, bereits zwei Monate später hatten wir die ersten Anrufe wegen Beleidigungen in diesem Netz. Dann (etwa seit Sommer 2010) verlagerte sich das Ganze auf Facebook und jetzt ist es immer noch dort. Daneben gibt es  noch MSN, diverse Webseiten, Handys etc. mit deren Hilfe technikunterstützt beleidigt und teilweise auch gemobbt wird. Isharegossip ist eben nur eine von vielen Möglichkeiten. Diese Seite zu sperren oder in den Fokus zu nehmen ist reine Symptombekämpfung. Also wollen wir uns ganz schnell den Ursachen widmen „Warum wird eigentlich online gemobbt?“

Schaut man in die Wissenschaft findet man den Online Disinhibition Effekt (online Enthemmungseffekt), heißt, durch das Fehlen einer spürbaren sozialen Kontrolle verhalte ich mich Enthemmter. Daneben ist klar, das Internet ist ein Sozialraum! Dinge die offline passieren setzen sich online fort. Ergänzen möchte ich hier noch die Theorie von „normalem“ jugendlichem deviantem Verhalten. Klar macht man manche Sachen im Jugendalter auch mal ohne nachzudenken. Der Unterschied zu vorher: Jetzt kann das jeder Sehen, es kann nicht  oder nur sehr schwer gelöscht werden und es ist immer noch im Internet selbst wenn sich die Jugendlichen wieder vertragen.

Darum an dieser Stelle, um es nicht zu lang zu machen mein Aufruf: Schauen sie bei Mobbingfällen genau hin. Handelt es sich um eine einfache Beleidigung, einen Streit zwischen Freunden, einer unbeabsichtigten Schädigung des Anderen (Beispielsweise durch das hochladen eines vermeintlich lustigen Fotos das sich viral im Internet verbreitet) oder um tatsächliches Mobbing? Ich will die Wirkung und Heftigkeit von Onlinemobbing nicht verharmlosen sondern sie dafür sensibilisieren, dass Jugendliche sich streiten und dies normal ist. Hier kann es auch Heftig zu gehen. Wenn die Erwachsenen allerdings bei einem solchen Streit gleich alle Mechanismen in Bewegung setzen, kann es auch dazu führen, dass aus einem Zwist mehr wird. Viele Kinder und Jugendlichen vertragen sich auch nach heftigen Auseinandersetzungen in spätestens zwei Wochen wieder – wenn dann die Erwachsenen immer noch von Mobbing sprechen und Klassenkonferenzen einberufen kann das auch die Gegenteilige Wirkung entfalten. Hier sollte mehr auf Prävention gesetzt werden. Auf einen richtigen, fairen Umgang online und offline miteinander- hierfür ist es notwendig den Kindern und Jugendlichen die REALITÄT des Internets klar zu machen. Dass das Internet nicht irgendwo existiert sondern Teil unserer Welt ist und darum auch Auswirkungen auf diese haben kann- denn das ist ihnen zwar vom Verstand her klar, aber nicht vom Gefühl! Darum sollten Präventionsprogramm die allgemein die Medienkompetenz fördern unterstützt werden- das kostet Geld- ist es aber Wert. Damit nicht nur Mobbing, Mediensucht, sexuelle Belästigungen und ähnliche „Medienthemen“ mit Kindern und Jugendlichen besprochen und aufgearbeitet werden können ist es nötig dauerhafte Stellen einzuführen die nah an der Lebenswelt der minderjährigen Arbeiten.

So, viele Gedanken in einem Text. Ich hoffe sie konnten mir folgen 😉

(Ergänzung: Der Arikel von Michael Grunewald, in seinem Kommentar verlinkt ist eine lesenswerte Ergänzung. Danke hierfür!)