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Fotoampel für Facebook

Eine tolle Idee von “ Sicher Dein Web“-  die Fotoampel. So kann man in sozialen Onlinenetzwerken seinen Freunden ganz einfach zeigen, wie man möchte dass mit Fotos von einem umgegangen wird.

Die Ampel wird einfach kurzzeitig als Profilbild eingebaut und jeder weiß Bescheid:

rot: bitte keine Fotos von mir hochladen

gelb: frag mich bitte wenn du Fotos hochladen magst

grün: ich freu mich über Fotos von mir im Netz

Die Ampel gibts hier:

Foto-Ampel

und hier:

https://www.facebook.com/note.php?created&&note_id=221019641274453

Termine und Veranstaltungen August / September

Am 8.8.2011 findet das nächste Treffen des Fachforums Mediensucht Hessen in Fulda statt.

http://fachforum-mediensucht.de/

Vom 17.8.-19.8. bin ich mit Jugendlichen auf der GamesCom in Köln. Hier werden wir für diverse Zeitungen und für spielbar.de als Jugendredaktion unterwegs sein und Interviews mit Vertretern der Computerspielbranche und mit Besuchern führen.

Nachdem das Infocafe zu den nominierten beim Wettbewerb „Wege ins Netz“ gehört, bin ich am 6.9.2011 in Berlin bei der Preisverleihung.

Am 24.9. und 25.9. findet in Wiesbaden ein Barcamp zu Computerspieleforschung statt, an dem ich teilnehmen werde.  http://researchinggames.net/

Außerdem bin ich an diversen Schulen unterwegs und werde dort Unterrichtseinheiten zu Onlinemobbing und Datenschutz durchführen. Da diese Veranstaltungen nicht öffentlich sind, werden hier keine Termine bekannt gegeben. Am 27.9. halte ich in Marburg einen Vortrag zum Thema Cybermobbing. Sobald es hierzu nähres gibt werden die Daten noch bekannt gegeben.

Infos aus aktuellem Anlass

Hier zwei Linktipps zu den aktuellen Ereignissen in Norwegen und dem damit verbundenen Medienecho:

Für Eltern, deren Kinder in den Nachrichten mit den Bildern konfrontiert werden:

http://www.flimmo.tv/index.php?page=3&navID=39&id=99641

Für alle, die sich näher über Wirkungsforschung in Bezug auf gewalthaltige Computerspiele informieren möchten, gibt es hier eine gute Zusammenfassung des aktuellen Forschungsstandes:

http://www.bundespruefstelle.de/bpjm/Jugendmedienschutz-Medienerziehung/film-fernsehen,did=106676.html

Passend dazu bietet das Infocafe eine Fortbildung an und stellt gleichzeitig den aktuellen Forschungsstand kurz dar. Das Dokument hierzu kann im Bereich „Texte“ heruntergeladen werden.

Warum wir Informationen teilen…

dieser Frage ist eine interessante Studie der Customer Insight Group der New York Times zusammen mit Latitude Research nachgegangen.

„Auf die Frage, warum sie etwas sharen, gaben die Teilnehmer der Umfrage der New York Times folgende Beweggründe an:

  • 85% teilen Informationen, weil die Reaktionen darauf ihnen dabei helfen diese besser zu verstehen
  • 84% teilen Informationen, weil deren Verbreitung ihnen ein wirkliches Bedürfnis ist
  • 78% teilen Informationen, weil es ihnen dabei hilft mit anderen Menschen in Verbindung zu treten bzw. bleiben
  • 73% teilen Informationen, weil es ihnen dabei hilft diese besser zu verstehen bzw. zu verarbeiten
  • 69% teilen Informationen, weil sie sich dadurch das Gefühl haben am Weltgeschehen besser teilzuhaben
  • 68% teilen Informationen, weil sie anderen Menschen damit zeigen wollen wer sie sind bzw. was sie mögen
  • 49% teilen Informationen, weil sie andere Menschen dazu bringen wollen, ihre Meinung zu ändern“

aus: http://www.seo-united.de/blog/internet/studie-warum-wir-informationen-teilen.htm

Die komplette Studie ist hier :http://nytmarketing.whsites.net/mediakit/pos/ erhältlich.

 

Welches Netzwerk soll man wählen?

In letzter Zeit wird die Wahl des richtigen „social network“ immer schwerer.

Darum hier eine kurze Zusammenfassung. Bis letzten Sommer war für Jugendliche das SchülerVZ die unangefochtene Nr.1! Dieses Netzwerk hat allerdings seine größte Schwäche darin, dass Jugendliche nur untereinander kommunizieren können. Was zunächst nach einem Vorteil klingt, nach einem abgeschlossenen, privaten Raum, nur für Jugendliche, in dem sie sich ohne das Zutun von Erwachsenen austauschen können – stellte sich langfristig als Nachteil heraus. Die Jugendlichen wollen eben auch mit ihren Verwandten im In- und Ausland in Kontakt bleiben und mit diesen Neuigkeiten austauschen. Offiziell ist das SVZ ab 12 Jahren freigegeben. Bei den Kids hat das Netzwerk mittlerweile eher den Ruf, der Kindergarten unter den Communities zu sein. Sprich, da ist man mit 8 oder 9 aber nicht mehr mit 12!

Kurzzeitig zu erwähnen war auch noch „Wer kennt wen“, offiziell ab 14. Mittlerweile durch Facebook abgeschlagen… und zu einem etwas „schmutzigeren“ Netzwerk verkommen.

Darum ging es weiter zu Facebook. Hier fand man all das was man suchte. Kontakt mit Verwandten rund um die Welt und einen anderen Schwerpunkt der Kommunikation. Hier findet die Kommunikation über Statusmeldungen statt. Das heißt ich kann meinen Freunden mitteilen, was mir gefällt, wo ich gerade bin und mit wem ich gerade unterwegs bin. Offiziell ab 13, doch auch schon von den Kleinen besucht. Doch gerade neigt sich der Spaß dem Ende zu: Facebook „Vermyspaced“ ( wie die Kids sagen ;)) Das heißt sie ändern zu schnell zu viel an ihrem System auf Kosten der Bedienbar- und Erreichbarkeit. Ach ja myspace… das gab es lange vor dem SVZ… und war solange beliebt, bis man vor lauter Werbeanzeigen und Änderungen nicht mehr wusste wo welche Inhalte sind. Mit diesen Änderungen schaffen Facebook das, was es mit dem laschen Umgang mit Nutzerdaten nicht hinbekommen hat, es verliert die Gunst der Nutzer. Warum Facebook gerade diesen Weg geht, kann nur vermutet werden. Vermutet wird, dass  es am neuen Konkurrenten google+ liegt.

Wobei … google+ ja eigentlich etwas anderes will als Facebook. Mehr dazu in diesem schönen Artikel:

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,772656,00.html

Und goole+ ? Ist bisher schwer gelobt worden und hat, mit seiner Testphase in der nicht alle mitmachen dürften, schon viele Fans gewonnen, geht jetzt aber diesen Schritt:

http://www.sueddeutsche.de/digital/gespeichterte-nutzerdaten-google-plant-die-super-datenbank-1.1119600

(mitlerweile hat sueddeutsche die Meldung etwas verändert- also nochmal nachlesen ;))

Darum bleibt nur die Frage… wohin? Vernetzen und kommunizieren über Netzwerke ist nicht mehr aus dem Leben wegzudenken, doch die wirklich gute, empfehlenswerte Alternative gibt es noch nicht. Auch wenn sich einzelne Netzwerke darum bemühen den „großen“ Konkurrenz zu machen. Doch die sind eher für Erwachsene oder (sehr interessierte) Jugendliche … zumindest bisher. Siehe: https://joindiaspora.com/

Einen tollen Überblick, über das was die einzelnen Netzwerke können gibt einem diese Seite:

http://karrierebibel.de/infografik-twitter-facebook-google-im-vergleich/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+karrierebibelblog+%28Karriere-Bibel%29&utm_content=FaceBook

Soweit der kurze Überblick über die aktuelle Networkinglandschaft. Ich bin gespannt was demnächt kommt und worum sich meine Vorträge drehen werden.

Klicksafe Facebookleitfaden jetzt mit Videotutorials

Auf der Seite von klicksafe.de findet man jetzt auch kurze Erklärvideos zu Facebook.

Einfach mal reinschaun ( und Geduld mitbringen…die Videos sind eher etwas für Leute die es ganz genau wissen wollen und noch nicht soviel Hintergrundwissen mitbringen) :

https://www.klicksafe.de/themen/kommunizieren/social-networks/facebook-privatsphaere-schuetzen-durch-richtige-einstellungen.html?pk_campaign=newsletter_07_11

Was ist eigentlich Medienkompetenz?

Ein schöner Beitrag vom ZDF zum Thema Medienkompetenz. Über was wird da eigentlich geredet…

und was braucht man wirklich um kompetent zu sein. Besonders interessant finde ich den Aspekt, dass „Medienkompetenz“

gerne als Allheilmittel angesehen wird für andere Probleme, die zwar mit Medien zu tun haben, aber nicht von Ihnen verursacht werden.

Medien spielen nun mal im Alltag eine große Rolle und sind mit unserem Leben verwoben- so kann man nicht mehr „nur“ Medienkompetenz lehren- sondern

mitlerweile handelt es sich mehr um  „Lebenskompetenzvermittlung“. Und Teil dieser Lebenskompetenz sind nun mal zum Großteil auch Medien 😉 Vieles was für das Internet gilt, gilt auch im „offline“ Leben und umgekehrt. Beispiel: Gib keinem Fremden Deine Adresse  (offline)  –  (online) Gib keinem Fremden ( auch keiner Firma) Deine Adresse ( eigentlich ganz leicht oder ?)

OK, zurück zum Beitrag des ZDF, den findet man hier:

http://blog.zdf.de/hyperland/2011/07/medienkompetenz-wtf/

Facebookpartys … (erweitert am 13.07.2011)

als ich das erste mal in der Presse von Facebookpartys hörte, entlockte mir das nur ein kleines Schmunzeln und den Gedanken : “ hmm mal wieder ein Lückenfüller und Internet ist ja spannend ;)“.

Die Kids redeten schon lange vor der Presse von diesen Partys- allerdings mit einem ganz anderen Tenor als man es auf Grund der Pressemeldungen denken sollte. Ihre Meinung war von Anfang an: „Wie kann man nur so blöd sein? Das man Veranstaltungen nicht öffentlich macht weiß doch jeder!“

Zunächst einmal sollte man also genau unterscheiden, ob es sich um eine Facebookparty handelt, die jemand ausversehen öffentlich erstellt hat, oder um eine geplante Aktion. Dieser Unterschied wird so gut wie nie öffentlich behandelt.

Darum musste ich heute beim Lesen dieser Meldung: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,772025,00.html auch kräftig den Kopf schütteln. Denn NEIN Jugendliche sind nicht völlig unbedarft und machen nur Mist. Facebookpartys sind NICHT für viele Jugendliche ein großer Spaß, die meisten wissen, spätestens nach Tessas Party, ganz genau, welche Folgen solche Partys haben. Sie wissen, dass der Einladende zur Kasse gebeten wird und sie wissen, dass man nicht randaliert und fremde Grundstücke verwüstet.  Symptomatisch für die Politik  ist mal wieder der Ruf nach Verboten (und nach Aufklärung). Natürlich muss man Kindern und Jugendlichen den Umgang mit dem Internet und dem Leben beibringen und ihnen die richtigen Impulse geben. Aber bitte nicht immer, wenn gerade ein Thema in den Medien unterwegs ist, sondern besser mit langfristigen, wirksamen Aktionen und nicht mit Verboten. Es sollten endlich langfristige Aufklärungsangebote und vor allem „Hands on“ ( handlungsorientierte Angebote) gefördert werden und nicht ein Thema nach dem anderen in den Medien verheizt werden.

Übrigens sind Facebookpartys, genau wie Onlinemobbing, kein reines Jugendthema… bei Xing lud  ein erwachsenens Mitglied ausversehen viel zu viele Menschen zu seiner Grillparty ein.

http://www.handelsblatt.com/panorama/aus-aller-welt/xing-manager-laedt-millionen-zur-grillparty-ein/4309468.html

Lange Rede kurzer Sinn: Bitte liebe Medien, stellt die Jugendlichen nicht als völlig doof dar- dieses Bild ist einfach falsch. Die Fehler einiger Weniger sollten nicht zu einem “ Facebook-Partys sind für viele Jugendliche ein großer Spaß“ (Zitat aus dem Spiegel Artikel) werden. Es sind eben nicht VIELE, sondern nur einige. Danke 😉

Edit am 4.7.2011: Hier noch ein Positivbeispiel zur Debatte

http://www.sueddeutsche.de/digital/debatte-ueber-verbote-innenminister-wollen-facebook-partyexzesse-stoppen-1.1115548

und mein kleiner Radiobeitrag bei HR-Info: “ Der Schmale Grat zwischen Spaß und Eskalation“

http://www.hr-online.de/website/radio/hr-info/index.jsp?jmpage=1&rubrik=65601&mediakey=hrinfo/20110704_Ehrhardt%20Das%20gute%20und%20boese%20Netz_audio_128k&type=a&jm=1&key=standard_document_41958781

und natürlich der Beitrag im Postillon ( Achtung Satire ;)) „Über 7000 Jugendliche bei Facebookparty auf dem Mond erstickt“

http://www.der-postillon.com/2011/07/uber-7000-jugendliche-bei-facebook.html

Schön dass der Artikel nicht stirbt… hier kommt noch ein Link zum schmunzeln:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,774049,00.html