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Spotify und Pinterest… was ist das?

Nachdem in den letzten Wochen diese beiden Angebote immer polulärer wurden hat mein Infocafe – Mitarbeiter Stephan Schölzel (http://about.me/stephan.schoelzel) einen kurzen „Erklärtext“ hierzu verfasst:

Printerst ist ein „Visual Bookmarking“ Dienst (Lesezeichen Dienst) bzw. Pinterest ist der Visual Bookmarking Dienst, da das Konzept  erst mit Pinterest zum Erfolg wurde.  Im Grunde ist Pinterest, ein „klassisches“ Bookmarking Portal wie beispielsweise Digg.com. Auf einer solchen Seite können User ihre Lieblingslinks und Entdeckungen im Netz festhalten, speichern und mit anderen teilen. Der Unterschied zu den Bookmarks, also Lesezeichen, im eigenen Browser ist, dass auch andere diese sehen können.

Diese Grundidee der „öffentlichen Lesezeichen“ hat inzwischen viele Nachfolger, die eine oder mehrere Ideen hinzugefügt haben. Dazu gehört beispielsweise ein „Up-“ oder „Down-Voting“, das bedeutet, dass Links die oft gepostet werden in der Popularität steigen. Diese  Konzepte sind nicht neu, aber erst in jüngerer Geschichte für die breite Masse zugänglich geworden.

Pinterest  punktet allerdings nicht mit „mehr Funktionen“ und „mehr Komplexität“ sondern mit  Einfachheit. Bei Pinterest wird nur der Link gepostet, allerdings in Form eines Bildes, eines Snapshots der verlinken Website oder einem anderen Eyecatcher. Pinterest wirkt so wie eine bunte Collage des Netzes,  die auf einer visuellen Ebene, daher Visual Bookmarking, einfach und für jeden zugänglich ist. Besonders viele Inhalte die man im „Großen“ Printerst findet stammen aus der Ecke Mode, Do it yourself (DIY), Architektur, Backen und kreativer Gestaltung.

Pinterest bietet jedem User aber auch die Möglichkeit seine ganz eigene kleine Webcollage zu gestalten, die mitunter wahre Fundgruben zu gewissen Themenbereichen darstellen.Nach der Anmeldung fügt man Einträge mit einem Klick auf einen individualisierten Bookmark im eigenen Browser der Collage hinzu – einfacher geht es kaum. Zu Bedenken ist, dass der Dienst eng  an Facebook gebunden ist und man sich darüber im Klaren sein sollte. Kosten entstehen keine.

Spotify ist, im Gegensatz zu Printerst nicht „nur“ populär geworden, sondern war bis Anfang März 2012 in Deutschland nicht verfügbar.

Es handelt sich bei Spotify um einen Musik-Streaming-Dienst, quasi ein Onlineradio in dem man sich selbst aussuchen kann was man hören möchte. Spotify ist in diesem Geschäft, zumindest in den USA, ein alter (und erfolgreicher) Hase.Das Motto von Spotify könnte man mit „Hör was du willst, wann du willst“ – denn die Musikdatenbank von Spotify ist gewaltig. Natürlich findet man nicht alles, je weiter man sich vom „Mainstream“ entfernt desto  schwerer wird es zu finden was man sucht. Allerdings ist Spotify stetig damit beschäftigt die Musikdatenbank auszubauen.

Spotify bietet einem die Wahl zwischen drei  Kontomodellen die, vereinfacht dargestellt, folgende sind:
1. Spotify Basic – kostenlos online Musikhören mit Werbung

2. Spotify Unlimited – keine Werbung und so viel Musik wie man will; 5€ im Monat

3. Spotify  Premium – keine Werbung, offline verfügbar und sowohl mobil und über Soundsysteme nutzbar; 10€ im Monat

Spotify ist dabei in Deutschland extrem eng an Facebook gebunden. Hier ist es nicht möglich einen Spotify – Account ohne Facebook anzulegen. Man kann die umfangreichen Social Media Funktionen von Spotify zwar abschalten, so kann man verhindern, dass jeder klick und jedes gehörte Musikstück für alle Freunde sichtbar wird, aber man sollte sich darüber im Klaren sein, dass man seinen Musikgeschmack-  zumindest vor dem Unternehmen Spotify- nicht verstecken kann.

Fachtag: “Teilen und Beteiligen – die Potentiale digitaler Medien nutzen!”

Das Netzwerk Medienpädagogik Rhein Main veranstaltet wie (fast) jedes Jahr einen großen Fachtag zu digitalen Medien. Dieses Jahr wird es am 15.Mai um die Potentiale dieser gehen. Mit zwei Eingangsvorträgen über jugendliche Mediennutzung und über Facebookgruppen als Organisationsmittel werden die Teilnehmer zunächst einmal eine Grundinformation bekommen. Am Nachmittag geht es statt wie bisher gewohnt nicht in Arbeitsgruppen sondern es wird eine Art Mini-Barcamp geben. Jeder Teilnehmer kann hier etwas beitragen- muss es aber nicht. Wir sind gespannt auf die Beiträge und Reaktionen. Mehr Infos und den Flyer gibts auf der Seite des Netzwerks:

http://www.medien-rheinmain.de/

Medienscouts ARS-Langen: Zwischenbericht

Nach dem ersten Durchgang der Medienscouts Schulung an der ARS-Langen ist es Zeit für einen kurzen Bericht. Das Projekt findet an der Adolf-Rechwein-Schule in Langen statt und wird vor Ort von Herrn Kurz betreut. Ich bin als freie Referentin für das Projekt gebucht worden, nachdem ich im Rahmen meines empirischen Teils der Promotion bereits 2010 an der Schule war und dort sehr nett empfangen worden bin. Gestartet wurde das jetzige Projekt letztes Jahr mit einem Aufruf über Facebook. Herr Kurz, der Facebook sehr verantwortungsvoll im schulischen Kontext nutzt, hatte hierzu das nötige virtuelle Netzwerk. Nachdem eine Menge Interessenten zusammen kamen wurde ein Termin mit den zukünftigen Scouts vereinbart. In zwei Grundschulungen erhielten diese neben Hintergrundwissen auch Material an die Hand, mit dem sie selbstständig die jüngeren Jahrgangsstufen beschulen konnten.

Die Scouts übten selbstständig mit dem Material und machen sich auf die 7. Klassen, aber auch vereinzelt die 5. und 6. Klassen zu besuchen. So wurden sie an der Schule bekannt. Darüber hinaus gibt es eine FB Gruppe der Scouts in der Herr Kurz und ich als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. In dieser können Probleme schnell und unkompliziert gelöst werden und Organisatiorische Dinge besprochen werden. Letzten Montag (26.3.2012) bekamen die Scouts ihr erstes Zertifikat im Rahmen eines begleitenden Elternabends an der Schule überreicht. Nächstes Jahr sollen dann die bereits ausgebildeten Scouts die nächste Generation mitschulen. Das Material haben sie mitlerweile verbessert, angepasst und auf sich zugeschnitten.

Einen weiteren Bericht über das Projekt findet man bei „Sicher Dein Web“ – Herr Kurz und ich stellten die Medienscouts auf dem Educamp vor:

http://www.sicher-dein-web.de/allgemein/schulermedienscouts-praxisbericht-beim-ecco12

Den Blog von Herrn Kurz findet man hier…

http://widerspiegel.wordpress.com/

…und seine Präsentation zu den Scouts gibts bei Prezi:

http://prezi.com/od2kr1fhpbaq/facebook-und-schule-medienscouts-konzept/

Eine Matrix zur ersten Vorgehensweise bei Onlinemobbingfällen für die Jugendlichen gibts auf dieser Seite unter Texte zum Download.

Ergebnisse eines Schülerworkshops

Im Rahmen eines Streitschlichterworkshops mit Schüler/-innen aus der sechsten Jahrgangsstufe startete ich den Versuch, die Streitschlichter in die Rolle von Ratgebern zu versetzen. Sie sollten ihre Lösungen für Onlinemobbingfälle darstellen. Die Methode fand ich sehr spannend und leicht umzusetzen. So sollen die Schüler für häufige Onlinemobbingfälle kurze Handlungsanweisungen an Ihre Mitschüler niederschreiben. Die Ergebnisse waren nur ein erster Versuch, da sich jedoch herausstellte, dass diese Vorgehensweise für die Schüler/-innen sehr interessant und hilfreich war, will ich hier zwei Ergebnisse vorstellen.

Jemand hat ein peinliches Bild von Dir online gestellt

Jemand schreibt Beleidigungen unter ein Bild von Dir

Onlinemobbing Vorgehensweise für Medienscouts

Für die unterschiedlichen Schulen an denen ich Medienscouts betreue habe ich diese „To Do“ Matrix entwickelt. Sie soll den Schüler/-innen helfen erst einmal zu entscheiden, ob sie eingreifen oder nicht wenn sie von einem Onlinemobbingfall erfahren und Ihnen die ersten Schritte erleichtern. Geklärt werden muss natürlich erst einmal wie man Onlinemobbing erkennt und was das eigentlich ist. Wenn die Scouts so weit sind, kann man Ihnen eine Matrix wie diese an die Hand geben um sie zu unterstützen. Gerne nehme ich hierzu Rückmeldungen an, wie das in anderen Projekten gehandhabt wird. Falls sich jemand berufen fühlt das Ganze grafisch zu verschönern fände ich es auch super, da Word hier nur begrenzte Gestaltungsmöglichkeiten zulässt. Onlinemobbing_ToDo

Linktipps: Facebook Chronik, Spezialeffekte im Film, Filme im Unterricht

Nachdem die Facebook Chronik für alle Nutzer verpflichtend wird ist es wichtig die alten Einträge aufzuräumen. Die Chronik ist im Grunde nur eine andere Darstellungsweise der Pinnwandeinträge und Aktiviäten der Nutzer auf Facebook. Neu ist dabei allerdings, dass man direkt zu zurückliegenden Einträgen springen kann. Es können also Einträge die mehrere Jahre alt sind direkt ohne ewig lange Suche gefunden werden. Darum sollte man diese anschaun und wenn man bestimmte Einträge dort nicht für alle sichtbar haben möchte diese entfernen. So werden Posts über vergangene Beziehungen und den alten Musik und Filmgeschmack unsichtbar. Wie das genau geht erfährt man hier:

http://schau-hin.info/medienerziehung/internet/details/facebook-chronik-verpflichtend.html

Spezialeffekte im Film lassen sich oft ganz einfach selbst erzeugen. Wer also mit diesem Medium arbeitet sollte sich den Trick 17 Film Spezialeffekte auf Arte ansehen:

http://videos.arte.tv/de/videos/trick_17_spezialeffekte-3427238.html

Zum Thema Film im Unterricht gibt außerdem die Webseite Vision Kino, auf der pädagogische Ankünpfunkspunkte zu Filmen vorgestellt werden:

http://www.visionkino.de/WebObjects/VisionKino.woa/wa/CMSshow/1055236

 

Kultusministerkonferenz gibt Empfehlung zu „Medienbildung in der Schule“ und neue Studie zu exzessiver Mediennutzung

Die Kultusministerkonferenz hat eine neue Empfehlung zu Medienbildung in der Schule herausgegeben. Diese kann man unter http://t.co/wMB5VWGd nachlesen. Schön finde ich, dass sie den Aspekt der Medienethik mit aufgenommen haben, ebenso wie die Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen. Ich bin gespannt, was von dieser Empfehlung dann in der Praxis umgesetzt wird.

Das Bundesministerium für Familie hat eine neue Studie zum Thema exzessive Mediennutzung und den Zusammenhang mit Familienstrukturen herausgegeben. Ich freue mich besonders, da ich auch als Expeterin unter den interviewten war, jetzt endlich die Ergebnisse lesen zu können. Interessant ist ein kurzes Interview zur Studie http://spielkultur.ea.de/kategorien/jugendschutz/bundesministerium-fur-familie-senioren-frauen-und-jugend-stellt-studie-zur-exzessiven-computer-und-internetnutzung-in-familien-vor und natürlich die Studie selbst http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/Publikationen/publikationsliste,did=184996.html.