Veranstaltungen und Linktipps November

Schon wieder ist ein wenig Zeit vergangen, seit ich zum Schreiben kam. Da haben sich ziemlich viele Linktipps und Veranstaltungshinweise angesammelt. Ich habe mal versucht ein wenig auszusortieren. Bevor es  eine kleine best-of Auswahl gibt, gibt es den Link zum ersten Ergebniss unseres Hackatons. Gemeinsam mit Pfandfindern ( vom VCP) haben meine Studierenden im Erfindergarten einige tolle Ideen umgesetzt. Aktuell fertig ist die Doku zur interaktiven Landkarte. Bald kommt noch eine zu einem Nachtgeländespiel dazu. Viel Spaß beim Nachbasteln!

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https://vcp-scoutlab.github.io/scoutlab-2017/travel_the_world/

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September – News und Veranstaltungshinweise

So langsam geht der gemütliche Teil der vorlesungsfreien Zeit zu Ende.

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Gemütlicher Teil der vorlesungsfreien Zeit 😉

Währenddessen sitze ich an mehreren Buchbeiträgen und bereite ein paar Vorträge und Vorlesungen vor.

Doch auch das Internet stand natürlich nicht still.

Hier ein paar Linktipps:

YouTube hat YouTube Kids für Deutschland freigeschaltet. Einen Test dazu gibt es hier:

https://digikids.online/youtube-kids-im-digikids-test

Außerdem ist YouTube in der Lage einzelne Gesichter in Videos mit Hilfe einer Gesichtserkennungssoftware zu verpixeln.

https://netzpolitik.org/2017/youtube-kann-jetzt-gesichter-verpixeln/

Sophie Passmann hat ein unboxing Video veröffentlicht das gerade ( zu Recht) viel geteilt wird #wahl

https://twitter.com/SophiePassmann/status/903676793860829184/video/1

Die anstehende Wahl ist außerdem bei Jodel (eine für Studenten konzipierte App)  ein Thema. Dort können diese Woche abends immer Politiker führender Parteien (oder welche, die sich dafür halten ) in einem ask me anything befragt werden.

Hier die Beispiele der letzten beiden Tage:

FDP https://share.jodel.com/post?postId=59aea982039e85001026c0d8

CSU https://share.jodel.com/post?postId=59b022871ea69c00106562e3

Bei Snapchat kann man sich jetzt eigene Geofilter erstellen und diese kaufen.

https://thenextweb.com/socialmedia/2017/09/05/snapchat-users-in-europe-can-now-buy-on-demand-geofilters-from-their-phones/#.tnw_bn8dbQ07

 

Außerdem noch ein paar Veranstaltungshinweise:

17.-19.11.2017 findet in Frankfurt das Forum Kommunikationskultur der GMK mit dem spannenden Thema Futurelab Medienpädagogik: Qualität – Standards – Profession statt.

http://www.gmk-net.de/index.php?id=390

20.-21.09.2017 findet in Nürnberg das Forum der Kinder- und Jugendarbeit statt.

Ich bin mit dem Vortrag „Nicht nur ein Spiel – Medienhandeln in digitalen Spielwelten als Vorstufe zur Partizipation“ dort vertreten.

https://www.nuernberg.de/internet/forum_jugendarbeit/

Ebenfalls in Nürnberg, am 8. November hat die Landesgruppe Bayern der GMK einen öffentlichen /kostenlosen Vortrag organisiert. Wir freuen uns über viele Besucher und über das Weiterleiten an Interessierte.

18.00 Uhr Vortrag und Diskussion »Information gegen Publizität«
mit Prof. Dr. Christian Schicha, Medienethiker an der FAU Erlangen-Nürnberg

https://bayern.gmk-net.de/2017/06/08/medien-in-der-politischen-kommunikation/

 

Jobs und Links- fast nur für/in München

Heute gibt es gleich zwei Stellenangebote in München.

Das JFF sucht eine/n wissenschaftlichen Mitarbeiter

http://www.jff.de/jff/ueber-uns/stellenangebote/wissenschaftliche-mitarbeiterin-wissenschaftlicher-mitarbeiter-abteilungforschung/

Außerdem ist fürs Wintersemester noch eine Praktikusstelle im Cafe Netzwerk verfügbar.

http://cafe-netzwerk.de

Spielbar.de sucht wieder Jugendreporter für die Gamescom

http://spielbar.de/149141/werde-spielbar-jugendreporter-in-auf-der-gamescom-2017

In München gibt es außerdem ein kostenloses Webdesign Sommercamp für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren.

https://andcode.de/webdesign-sommercamp

Das Münchner Netzwerk Interaktiv hat eine neue MultiMedia News zum Thema Bildung 2020 veröffentlicht.

http://interaktiv-muc.de/publikationen/multimedianews/

Und wer noch nicht rein geklickt hat… mittlerweile ist die 5. Folge #fakefilter online

www.fakefilter.de

 

Algorithmen/Meinungsfreiheit und andere Linktipps

Bei dem warmen aber unbeständigen Wetter braucht man ja ein wenig Lesestoff.

Darum gibt’s ein kurzes Update mit dem Schwerpunkt Algorithmen:

Für die BLM hat Prof. Dr. Katharina A. Zweig federführend eine Broschüre mit dem Titel „Dein Algorithmus- meine Meinung!“ entwickelt. Diese ist kostenlos als PDF abrufbar:

https://www.blm.de/aktivitaeten/medienkompetenz/materialien/algorithmenbroschuere.cfm

Die Bertelsmann Stiftung ist ebenfalls bei diesem Thema sehr aktiv. Es gibt ein neues, sehr lesenswertes und informatives Arbeitspapier „Wie algorithmische Prozesse den gesellschaftlichen Diskurs beeinflussen“

https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/unsere-projekte/teilhabe-in-einer-digitalisierten-welt/projektnachrichten/digitale-oeffentlichkeit/

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Außerdem klickenswert:

Das Handbuch für die offene Kinder- und Jugendarbeit der „Ich kann was“ Initiative zum Thema Medienwerkstätten

https://www.initiative-ich-kann-was.de/de/kompetenzen/kompetenzhandbuecher

Der Blog des ZGV –Teams „Gedankenflimmern“ mit aktuellen Gedanken und Infos rund ums Digitalisierte Leben.

http://www.zgv-team.de/

Einige neue Projekte bei www.digitale-spielewelten“ und eine Ausführung dazu, ob eine Datenschutzkonforme Nutzung von WhatsApp möglich ist….

https://www.kuketz-blog.de/whatsapp-datenschutzkonforme-nutzung-moeglich/

 

 

 

Hate Speech – Fake News und coole Projekte

Mitten in der Prüfungsphase wird es mal wieder Zeit für ein kleines Update.

Am Freitag wurde im Rahmen der Grimme Online Awards auch der klicksafe Preis vergeben. Dieses Jahr ging er an das KiKA- Kindermedienmagazin „Timster“. Ein Anerkennungspreis ging an das Medienkompetenzspiel „Junait“. Beide Projekte sind auf jeden Fall klickenswert! Junait simuliert ein Soziales Netzwerk und ist kostenfrei nutzbar.

http://www.klicksafe.de/presse/2017/gewinner-des-klicksafe-preis-2017/

Ein Blick auf die Gewinner und Nomminierten des Grimme Online Awards lohnt sich außerdem auch immer.

Diesmal besonders zu empfehlen ist die Nachrichtenapp (Resi- App) , die Nachrichten so wiedergibt „als würde man mit seiner besten Freundin sprechen“. Super spannendes Format.

http://www.grimme-online-award.de/2017/preistraeger/

Das Thema Hate Speech ist nach wie vor aktuell. Empfehlenswert dazu ist das kostenlos downloadbare Buch „Online Hate Speech“ das in der Schriftenreihe zur digitalen Gesellschaft NRW ( Grimme Institut) erschienen ist.

http://www.grimme-institut.de/publikationen/schriftenreihe/p/d/online-hate-speech-perspektiven-auf-eine-neue-form-des-hasses/

Außerdem wurde der medius Preis für hervorragende Abschlussarbeiten verliehen. Mit dabei ist Sophia Horsch, deren Arbeit zum Thema „Gefahr für Menschenrechte und Demokratie – Hate Speech online als neue Herausforderung für die Soziale Arbeit“ ich betreuen dürfte.

http://fsf.de/veranstaltungen/medius/

Außerdem geht endlich ein Projekt online, an dem ich für die Bundeszentrale für politische Bildung zusammen mit anderen großartigen Menschen als Expertin mitwirken dürfte. Die Vorankündigung ist schon draußen… das erste Video kommt am Samstag. Mr Trashpack erklärt im neuen Format #fakefilter  alles wissenswerte über FakeNews. Bin gespannt wie die Videos ankommen!

Hier gibts schon mal die Vorankündigung….

 

So jetzt gehts wieder ans Korrigieren 😉

BLIKK –Studie: Kinder und Jugendliche im Umgang mit elektronischen Medien

Am 29.5. wurden die Ergebnisse der BLIKK Studie in Berlin präsentiert. Das Medienecho ist entsprechend groß. Einige Medien übernahmen einfach die Pressemeldung, andere bemühten sich um eine wissenschaftliche Einordnung.

Die wesentlichen Ergebnisse der Studie werden auf der Seite der Drogenbeauftragten so zusammengefasst:

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Von medienpädagogischer Seite wird die Studie heftig kritisiert. Neben der Aufmachung der Präsentation inkl. Rechtschreibfehlern (Download hier) wird der Inhalt bzw. die daraus gezogenen Schlussfolgerungen kritisiert.

Die Ergebnisse zeigen Korrelationen aber keine Zusammenhänge im Sinne einer Ursache- Wirkung Mechanik.

Die Korrelationen sind auch recht einfach zu erklären: Eine hohe (unbegleitete) Mediennutzung ist häufig ein Zeichen für fehlende Kommunikation / Erziehung in einer Familie. Eine gemeinsame, reflektierte Mediennutzung kann bei gleichen Nutzungszeiten zu ganz anderen Ergebnissen führen. Würde man den betroffenen Familien / Kindern, die digitalen Medien wegnehmen, würde man höchstwahrscheinlich nicht zu besseren Ergebnissen in den Gefährdungsbeurteilungen kommen.

Doch es ist noch ein ganz anderer Punkt, der mich an der Diskussion und der Studie stört.

Eine Seite der Studienpräsentation sieht so aus:

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… mal Pause mit Freundschaft, Abenteuer, Vertrauen, Ausdauer…

Wenn man hierauf sarkastisch reagieren würde,  könnte man sagen: Ja, wenn man Pause von Freundschaft, Abenteuer, Vertrauen und Ausdauer machen möchte, dann ist Kicken, Biken oder Paddeln sicher eine Alternative.

Oh das war gar nicht so gemeint? Freundschaft, Abenteuer, Vertrauen und Ausdauer sind nur Dinge, die man offline findet?

So ist es eben nicht. Mit den genannten Begriffen, beschreiben die Autoren ganz gut, was die Faszination von digitalen Medien ausmacht. Warum man diese überhaupt nutzt. Dieser Punkt ist mir extrem wichtig. Es gibt all das auch online und es sollte nicht die offline gegen die online-Welt ausgespielt werden. Es ist kein „entweder- oder“  sondern ein „auch“ – Aufwachsen funktioniert nicht in getrennten online- und offline– Welten, diese verwischen, sind stark verwoben und sollten auch so betrachtet werden. Die Erfahrungen in dem Medium sollten genauso ernst genommen werden, wie die Erfahrungen außerhalb. Wie überall gilt natürlich auch hier: Übertreibungen jedweder Art (sind in der Regel) schädlich. Dennoch sollte man akzeptieren, dass es diese strikte online- offline Trennung nun mal nicht mehr gibt.

 

Cyberlife Studie II – und warum ich mich darüber aufrege…

Gerade ist die zweite Studie des „Bündnis gegen Cybermobbing“ unter dem Titel Cyberlife II erschienen (http://bgcmob.de/fileadmin/pdf/2016_05_02_Cybermobbing_2017End.pdf) . Bei der ersten Studie 2013 gab es einen größeren Aufschrei unter Medienpädagogen, da hier ganz klar ein Geschäftsmodell aus Cybermobbing gemacht wurde (Siehe http://www.ndr.de/nachrichten/netzwelt/cybermobbing277.html).

Leider ist zur zweiten Studie nicht viel Anderes zu sagen: Die Studie wird von der der Computerhilfe Plus der Telekom gesponsort. Diese bietet unter anderem kostenpflichte Beratung zum Thema. Für 3,94€ monatlich ( Mindesvertragslaufzeit 12 Monate / max. 4 Hilfen im Jahr ) bekommt man hier telefonische Unterstützung.

Kein Wunder, dass einige Ergebnisse und die Befragungsmethode fragwürdig erscheinen.

Beispielsweise ist die Aussagekraft einer Frage, nach der Bekanntheit von Fachbegriffen, eher beschränkt. Des weiteren wird Mobbing zwar definiert, allerdings in der Auswertung diese Definition wieder verworfen. Wird man im Netz beleidigt, zählt man hier als Mobbingbetroffener. Genaueres dazu hat u.a. Günter Steppich verblogt http://www.medien-sicher.de/2017/05/cybermobbing-hysterie-reloade/

Was mich jedoch, neben den Studienergebnissen und der Befragungsmethode immer wieder beschäftigt, ist die Frage, warum ich so hart auf Übertreibungen bzgl. der Gefahr im Internet reagiere. Ständig kommen Aussagen wie „Es ist doch gar nicht so schlimm, wenn das Thema endlich mal in den Medien ist- was regst du dich so auf?“

Ja – es ist super, wenn es in den Medien ist, aber eine Angstmacherei hilft den Betroffenen nicht.

  1. Es hilft nichts jede Kleinigkeit als Mobbing einzuordnen, da dann echte Mobbingfälle nicht mehr ernst genommen werden. Neulich hatte ich einen Jugendlichen, der meinte „Die Flasche mobbt mich!“ – weil er sie nicht sofort öffnen konnte. Dass Mobbing längst im Sprachgebrauch der Jugend angekommen ist ist klar. Als Pädagoge*in und/oder Wissenschaftler*in sollte man hier jedoch differenzierter herangehen.
  2. Angstmache hilft weder im Ernstfall noch bei den täglichen Erziehungsaufgaben. Eltern verbieten Ihren Kindern die Internetnutzung, weil sie Angst haben – die Kinder nutzen die Medien trotzdem. Begegnet Ihnen dann eine unangenehme Situation im Netz, können sie sich nicht an die Eltern wenden, da diese denken, dass die Kinder den Dienst ja gar nicht nutzen. Die Hemmschwelle zuzugeben, dies trotzdem getan zu haben ist riesig.

Hier findet sich auch schon der Hauptgrund, weshalb ich gegen eine Hysterie und für Prävention, Aufklärung und ordentliche Intervention bin. Im Ernstfall sollten die Betroffenen Ansprechpartner finden können, die ihr Anliegen ernst nehmen, die ein offenen Ohr für sie haben.

Das funktioniert nur mit Verständnis für digitale Welten und nicht mit Angst!