Internet is for Porn! (oder wohin führt die Verbotsdebatte?)

Das mag jetzt nach Clickbait klingen, ist es aber nicht wirklich. Denn so wie die aktuelle Verbotsdebatte rund um Social Media geführt wird, ist es bald einfacher für Jugendliche, Pornos zu schauen als Tanzvideos (das hat hier irgendjemand schon mal schön ausgeführt- bitte melden zum Verlinken!)  Gerade versuchen wir ein Problem zu lösen, das wir noch nicht einmal sauber definiert haben.

Fast alles im Internet kann unter Social Media fallen: Spieleseiten haben Chats, im Spiel kommuniziert man, in Foren wird diskutiert, und in bildbasierten Medien tauscht man sich aus. Kaum eine Internetanwendung, die von Kindern und Jugendlichen regelmäßig genutzt wird, ist nicht irgendwie social media. Wollen wir also alles verbieten? Und was genau wollen wir eigentlich verhindern?

Nur ein Teil der in der Debatte adressierten Probleme sind „rein digital“. Bei vielen handelt es sich um gesellschaftliche Probleme: Mobbing oder Cybermobbing, sexuelle Belästigung, Dauerstress und ungesunde Körperbilder. Diese müssten wir demnach auch nicht nur digital lösen.

Mein Vorschlag: Wir ändern die Debatte und fragen uns, was uns als Gesellschaft guttut. Das bedeutet, wir sollten nicht nur adultistische Perspektiven einnehmen, sondern auch Erwachsene in den Schutzgedanken einbeziehen. Zum anderen müssen wir uns auch um Kinder kümmern. Hier halte ich ein Smartphone-Verbot für unter 10-Jährige für sehr sinnvoll. Kinder sollten zwar das Handy der Eltern nutzen dürfen, aber ein eigenes Gerät ist unter 10 weder sinnvoll noch fördernd und stellt vielmehr ein Tor zur Erwachsenenwelt dar, das diverse Gefahren birgt.

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