Archiv des Autors: AngelikaBeranek

Jakob und die Cybermights- ein neues Lernspiel über Cybermobbing ?

Bei der Suche nach gutem Material für Onlinemobbingpräventionskurse bin ich auf das Spiel „Jakob und die Cybermights“  gestoßen.  In dem Spiel, das vom Kinderschutzbund (Landesverband Bayern) und Digital Treasure Entertainment, unterstützt durch verschiedene Partner wie dem „Internet Explorer 10“ (sprich Microsoft), Klicksafe und Bigpoint, produziert wurde, sollen Kinder unter anderem lernen, was man bei Cybermobbing tun kann.

Zu finden ist das Spiel hier http://www.jakob-und-die-cyber-mights.de oder auf der klicksafe.de Seite.

Interessiert startete ich also das Spiel- nicht ahnend was mich da erwartet. Ich mag es eigentlich überhaupt nicht über Material, dass von anderen produziert wird herzuziehen, in diesem Fall ist Kritik allerdings angebracht.

Die Grafik und die Steuerung entsprechen einem einfachen Adventure. Soweit also OK und zielgruppengerecht.

Nachdem ich das Spiel ungefähr eine Stunde gespielt habe – das heißt ich kenne nicht das ganze Spiel- hier mein Eindruck:

Steuerung:

Die Steuerung ist OK- aber man kann nicht speichern. Das Spiel speichert automatisch, allerdings geht der Spielstand verloren, wenn man den Rechner ausschaltet und seine Cookies löscht.  Es gibt nur eine eingeschränkte Hilfestellung, wenn man nicht weiß, was man als nächstes tun soll. Dadurch kann bei Jugendlichen recht schnell die Frustrationstoleranz erreicht werden.

Inhalt:

Über den Umgang mit dem eigentlichen Thema Onlinemobbing konnte ich in den ersten 30 Minuten des Spiels nichts lernen. Auch danach kam das Thema viel zu kurz. Man bekommt im Spiel immer Emails mit Informationen, die man sich jedoch nicht durchliest, da sie den Spielfluss enorm stören und für das Weiterspielen nicht notwendig sind. Im Laufe der Handlung erfährt man, dass sich eine Spielfigur seltsam benimmt, seit sie am Morgen eine SMS bekommen hat. Man wird neugierig und muss die Figur von ihrer Tasche weglocken, um heimlich die SMS zu lesen. Um an die Nachricht ranzukommen muss man sogar den Handycode des fremden Handys knacken. Das mag als Spielelement ja durchaus Sinn machen, aber aus pädagogischer Sicht ist das ein absolutes no-go. Man kann Kindern doch nicht beibringen in einem Mobbingfall heimlich die SMS ihrer Mitschüler/-innen zu lesen und sich in ihre Handys zu hacken? (edit: An alle Spieler die hier landen, weil sie nach „Jakob und die Cybermights Handy knacken“ googeln- ihr müsst ein Z zeichnen ;))

Des Weiteren werden die Spielfiguren sehr stereotyp dargestellt. Das „Mobbingopfer“ ist ein kleines blondes Mädel mit Brille und guten Noten (-> Streberin), der Junge, dessen Handy man knacken muss und der offensichtlich erpresst wird, ist ein kleiner Außenseiter und der Klassenclown. Er hat eine Latzhose an und viel zu große Ohren. Da sieht man auf den ersten Blick, mit was man es zu tun hat. Die Reporterin trägt einen Trechncoat und das Mädel das „Model werden will“ ist dumm, blond, groß und schlank. Der Junge, der sich super mit Computern auskennt, trägt einen Strickpulli mit Rautenmuster und die Bösen… ja welche Gruppe wird wohl die böse sein?

Die Figuren aus Jakob und die Cyber Mights

Die Figuren aus Jakob und die Cyber Mights

Tadaa: Es sind die Punks bzw. Grufies. Dass sie Böse sind, sieht man schon am Totenkopf auf dem Oberteil und an den lila Haaren sowie den dunklen Klamotten.

(Anmerkung: Im Laufe des Spieles werden die Cyber Mights Jakob doch noch helfen. Dennoch werden nicht alle oder nur wenige Spieler so lange spielen, um diese Wandlung mit zu erleben)

Bitte liebe Spielemacher, bei Spielen, die sich gezielt an Kinder und Jugendliche richten sollten stereotype Rollenbilder nicht reproduziert werden. Weder laufen Nerds ständig in Strickpullis rum noch sind Gruftis und Punks böse und gemein. Wer das Jugendlichen beibringt, sorgt dafür, dass Mobbing gefördert  und nicht gestoppt wird. Ein großes Problem  und eine Ursache von Mobbing ist, das Andersartigkeit und Fremdartigkeit als gefährlich wahrgenommen wird und man darum anfängt diese Menschen auszuschließen. Sie sind ja „schließlich selbst schuld“ – weil sie immer so seltsame Klamotten tragen oder sich für andere Sachen interessieren wie der Rest. Gerade im System Schule, das darauf angelgt ist alle gleich zu behandeln wird Andersartigkeit gerne als Problem wahrgenommen. Schüler/-innen argumentieren in Anti Mobbing Kursen gerne mit dem Satz „die sind irgendwie anders- da darf man die doch mobben- weil sie ja selbst schuld sind“.

Als Pädagoge sollte man hier dagegen wirken und Diversität fördern und nicht verhindern.

Darum rate ich jedem, dieses Spiel nicht einzusetzen- außer für eine Stereotypenanalyse – dafür ist es nämlich super geeignet.

Wochenrückblick KW24

In dieser Woche hat Facebook Hashtags eingeführt und es sind einige andere spannende Links über meinen Bildschirm gehuscht. Diesmal sollte man langsam lesen, da es nächste Woche keinen Wochenrückblick geben wird. Ich bin im Urlaub und in dieser Zeit nur sporadisch per Email zu erreichen. Ab dem 24.6. geht es dann wieder normal weiter. Bis dahin eine schöne Zeit und viel Spaß beim Durchklicken!                                                                       

Kommunikation

Facebook führt Hashtags ein. Als Hashtag bezeichnet man ein Schlagwort, dass mit einer # gekennzeichnet ist. So kann man Inhalte einem bestimmten Thema zuordnen. Verschlagwortet man seinen Eintrag bei Facebook, können über diesen Hashtag andere Beiträge zum selben Schlagwort gefunden werden. Bei meinem Beispielpost ist das Schlagwort #Information. Klickt man auf den jetzt automatisch erscheinenden Link „Information“ bekommt man eine Übersicht über andere (meist) öffentliche Einträge, die auch mit diesem Schlagwort versehen worden sind. So kann man Inhalte, die man sucht leichter finden.

hashtag

 

 

 

hashtaginformationt

 

WhatsApp hat seinen eigenen Rekord gebrochen. Mit 27 Milliarden Nachrichten am Tag.

http://www.chip.de/news/WhatsApp-Rekord-27-Milliarden-Nachrichten-am-Tag_62446082.html?fb_pid=1371196897008295&fbc=fb-fanpage-chip-main

(Info)-Material und Kurse

Für einen offenen Online Kurs zum Thema Apps für Kinder kann man sich jetzt online beim „Media literacy lab“ anmelden. Der kostenlose Kurs startet schon am 16.6. und dauert 3,5 Wochen.

http://medialiteracylab.de/1-gute-apps-fur-kinder/anmeldung/

Eine kurze Einführung in Peer Education in der Medienbildung findet sich bei mekonet kompakt.

http://www.mekonet.de/t3/index.php?id=160&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=2420&tx_ttnews[backPid]=85&cHash=7cefeeaa385e44232e2f2e8770f1e535

Ein für den nicht kommerziellen Gebrauch kostenloses Videoschnitt Werkzeug stellt der Medienpädagogik Praxis Blog vor. Mit VideoPAd lassen sich auch etwas anspruchsvollere Projekte umsetzen.

http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2013/06/10/videos-schneiden-mit-videopad/

Urheberrecht und Bildung

Einen Denkanstoß zur Erneuerung des Urheberrechts bietet der Bundesverband der Verbraucherzentrale auf seiner Webseite.

http://www.vzbv.de/11783.htm

Über die Bedeutung und die Schwierigkeiten von freien Bildungsmaterialien findet sich ein kurzer Text auf dem Twoonix Blog.

http://blog.twoonix.com/2013/06/die-bedeutung-freier-bildungsmaterialien/

Welches Tool sich für welche Methode eignet zeigt das Methodenrad für Ausbilder.  Je nach Zweck (Einprägen, Erschaffen, Beurteilen…) werden verschiedene geeignete Tools vorgestellt.

http://www.smadias.de/ausbilden-mit-neuen-medien-das-methodenrad/

Wochenrückblick KW23

Nachdem diese Woche in den Medien vom Hochwasser bestimmt war, spiegelt sich das Thema auch im Wochenrückblick wieder. Viel Spaß beim lesen und durchklicken!

Veranstaltungen

Die Anmeldung für das nächste Jahrestreffen der deutschen Spieleforschung ist jetzt möglich. Schnell anmelden, die Plätze sind begrenzt. Allerdings muss jeder Teilnehmer selbst etwas vortragen.

http://researchinggames.net/

Bildung

Schöne Unterrichtsbeispiele aus dem „Safer Internet-Aktions-Monat“ hat saferinternet.at jetzt als pdf zur Verfügung gestellt.

http://www.saferinternet.at/uploads/tx_simaterials/Beispielsammlung_2013_Web.pdf

Die Seite hatte ich schon öfters verlinkt, jetzt wird es aber mal wieder Zeit sie erneut zu verlinken… eine Seite mit Apps für den Schulgebrauch.

http://www.schule-apps.de/

Mobile

Ein Handy, das komplett fair produziert werden soll, befindet sich gerade in der Entwicklung. Welche Probleme es dabei gibt zeigt der Spiegel Artikel auf.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/fairphonehone-designer-entwickeln-ein-fair-trade-handy-a-876753.html

Ein SZ-Redakteur verliert sein Iphone und verfolgt nun das Leben des „neuen Besitzers“ über die Backup- Funktion des Handys. Spannende Geschichte.

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/39735/1/1

Die Deutschen sind nicht wirklich empfänglich für neue Zahlungsmethoden. So steht Deutschland beim Bezahlen mit dem Handy noch ganz weit hinten an.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wenig-Fortschritt-bei-Mobile-Payment-1883331.html

2013 wird vermutlich das erste Jahr, in dem mehr Smartphones als Handys verkauft werden.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/IDC-Smartphones-ueberholen-Handys-1883068.html

Sonstiges

Mal wieder werden auf Facebook Aufrufe gegen eine bestimmte Person laut. In dem aktuellen Fall soll eine Nutzerin im Zuge der Flut von einem “widerwärtigem Ossi-Pack” das “in den Fluten ersaufen” soll gesprochen haben.  Was dahinter steckt, kann man hier nachlesen ( bitte bis zum Ende lesen).

http://www.mimikama.at/allgemein/moderne-hexenjagd-auf-facebook/

Seit 2009 gibt es den Blog „superlevel“. Hier kann man fast täglich aktuelles aus  der Welt der Indiegames, Onlinegames, Freewaregames, Retrokultur, Computermusik  etc. lesen.

http://superlevel.de/

Facebook will es für die Nutzer einfacher gestalten über Facebook Sachen zu bezahlen. So wird die Plattform langsam auch zu Shoppingseite für virtuelle und reale Güter. Zumindest hätte das Herr Zuckerberg gerne…

https://developers.facebook.com/blog/post/2013/06/05/local-currency-payments-breaking-change/

In vielen Gemeinden, die vom Hochwasser bedroht werden, sind die letzten Tage Facebookseiten entstanden, um die Hilfe zu Koordinieren.   dresdent Auf diesen Seiten ist sehr schön zu sehen, wie schnell und einfach sich Menschen über Soziale Netzwerke zusammenfinden können wenn es darauf ankommt. Ein schönes Beispiel für die positiven Seiten des Internets.

https://www.facebook.com/FluthilfeDresden

Wochenrückblick KW21

So wieder einmal ist Freitag, also Zeit für einen Rückblick auf die Veröffentlichungen und Ereignisse der letzten Woche.

Interessantes

Zum Thema „open data“ – also Daten, die frei verfügbar bzw. nutzbar sind, gibt es eine schöne Grafik von der Republica. Alle dort im WLAN eingeloggten Geräte wurden aufgezeichnet und sind jetzt als Besucherstromanalyse anonymisiert online zu sehen.

http://apps.opendatacity.de/relog/

Valve (der Anbieter von Steam- einer beliebten Spieleplattform) testet eine Community-interne Selbstregulierung. Nutzer sollen andere Nutzer kontrollieren. Dank an Stephan Schölzel für den Link:

http://www.pcgamer.com/2013/05/23/csgo-community-to-regulate-itself-through-overwatch/?utm_source=fb&utm_medium=emp

Die Top Charts von Google sind jetzt grafisch aufgearbeitet.

http://www.google.com/trends/topcharts

Tumblr.com wird auch in Deutschland langsam beliebter. Deshalb haben wir im Infocafe einmal einen Blick auf die Nutzungsbedingungen geworfen. Offiziell ist Tumblr ab 13 und wenn man Fotos hochläd, stimmt man automatisch zu, dass diese weiter geteilt werden dürfen. Die Tumblr –Macher haben allerdings Humor, wie man an diesem Eintrag zum Mindestalter sieht:

agbtumblr

Facebook

Versteckte Botschaften lassen sich ganz einfach mit einem Browerplugin über Facebook übermitteln. Mit der google Chrome Erweiterung „Secretbook“ kann man Botschaften in Bildern verstecken. Diese sind dann nur über ein Passwort wieder entschlüsselbar.

http://t3n.de/news/secretbook-geheime-botschaften-456613/

Eine interessante Infografik zum Vergleich von Farmville und echter Landwirtschaft wurde schon vor längerem bei mashable veröffentlicht. Leider habe ich sie gerade erst gefunden.

http://mashable.com/2010/09/10/farmville-vs-real-farms-infographic/

Facebook hat einen eigenen Leitfaden für Non Profit Organisationen und deren Facebook Nutzung veröffentlicht. Jetzt ist die deutsche Übersetzung erschienen.

https://hosting.thetenthwave.com/fbpages/img/non_profit_resources/PagesGuide_Non-Profits_DE-1.pdf

Außerdem gibt es eine interessante Grafik, die aus Facebook Daten gewonnen würde auf der man sehen kann, ob Frauen nach der Heirat den Namen ihres Mannes annehmen.

http://allfacebook.de/wp-content/uploads/2013/05/263230_10151609136003415_9266270_n.png

Wochenrückblick KW 20

Gestern ist eine große Cybermobbing Studie (http://www.arag.de/medien/pdf/die-arag/presse/20130510_cybermobbing_gesamt_end_1.pdf)  des Bündnisses gegen Cybermobbing erschienen. Nachdem die Studie große mediale Aufmerksamkeit erregt hat, habe ich sie mir mal genauer angeschaut. Den Artikel über die Stärken und Schwächen der Studie gibt es auf unserer Webseite von denlogo „Digitalen Helden“.

http://www.digitale-helden.de/artikel/digitale-helden-loben-kritisieren-cybermobbing-studie

Der HR wollte auch einiges über das Phänomen Onlinemobbing und die Arbeit der „Digitalen Helden“ wissen.

http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=34954&xtmc=beranek&type=d&xtcr=1&key=standard_document_48468211

Außerdem gibt es News aus folgenden Bereichen:

Internetkultur

Am 25.Mai wird in Düsseldorf der Webvideopreis vergeben. Unter den Nominierten befinden sich viele sehenswerte Webvideos. Einfach mal durchklicken!

http://webvideopreis.de/

Apps

Die neue Version der Actionbound App http://www.actionbound.de/ ist jetzt erschienen. Wir haben die App im Infocafe während der Ferienspiele in der alten Version ausprobiert und waren rundum Unbenanntzufrieden. Die neue Version werde ich mir demnächst einmal genauer anschauen. Um die Wartezeit zu überbrücken hier schon mal ein Ausschnitt aus der Pressemeldung zur neuen Version:

„Die klassische Schnitzeljagd gibt es jetzt auch auf dem Smartphone: Mit der Actionbound-App kann man die eigene Umgebung neu entdecken und viel Wissenswertes über die Geschichte, Politik und Kultur der eigenen Stadt erfahren. Ganz einfach anmelden, runterladen und loslegen. Und das Beste ist: Für private Nutzer ist die App kostenlos!

Mit der Actionbound-App kann man nicht nur die eigene Stadt erkunden, sondern sie ist auch ideal, um andere Städte kennenzulernen. Dabei vereint die App viele Vorteile, die dem Smartphone sonst gerne abgesprochen werden: Sie sorgt für eine ausgewogene Gruppendynamik, regt zum Nachdenken an und hält die User an der frischen Luft. Alleine oder mit Freunden sorgt sie für eine abenteuerliche und lehrreiche Tour zu historischen Orten, kultureller Vielfalt und sehenswerter Natur – ganz nach dem eigenen Geschmack. (…) Jeder kann seine Schnitzeljagd individuell gestalten oder einfach Routen von anderen Nutzern nachspielen. In der Actionbound-App finden sich zahlreiche Rallyes nach Themen sortiert. Fotos, Videos oder Informationen, Fragen und Aufgaben können verwendet werden, um inhaltliche Aspekte einer Strecke zu erklären oder abzufragen.“

Nachdem die private Nutzung kostenlos ist kann man die App vor dem Einsatz in der Jugendarbeit erst mal selbst ausgiebig testen, was ich auch jedem empfehlen würde.

Netzwerke

Nach dem neuen Design von google+ wird es bald auch ein neues Design für google maps geben. Beides wurde bei der Entwicklerkonferenz I/O 2013 vorgestellt.

http://www.notebookcheck.com/Keynote-mit-Google-Play-All-Access-neue-Suche-neues-Design-fuer-Google-und-Maps.92623.0.html

Fair and Green IT

Umweltschutz und Mitarbeiterfreundlichkeit bei der Produktion von IT Geräten sind bisher noch ein Randthema. Doch langsam tut sich etwas und die ersten Initiativen starten große Fair and Green IT Kampagnen.

http://www.heise.de/ct/artikel/Fair-Green-IT-Kritisieren-ist-einfach-besser-machen-schwierig-1861216.html

Netzneutralität

Netzneutralität ist ein weiteres aktuelles Thema das im Rahmen der geplanten Flatratedrosselung der Telekom breit diskutiert wird.  Auch im Bundestag war das Thema teil einer hitzigen Debatte.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Flatrate-Drossel-Schlagabtausch-zur-Netzneutralitaet-im-Bundestag-1865383.html

Und noch was Nettes zum Schluss:

Wenn Facebook updates im Real Life machen würde….

http://www.youtube.com/watch?client=mv-google&hl=de&gl=DE&v=JvQcabZ1zrk&nomobile=1

Wochenrückblick KW19

Meine Woche war geprägt vom Besuch der Re:publica in Berlin. Neben netzpolitischen Beiträgen gab es

Republica Session Infocafe  Photo: www.david-hoepfner.com

Republica Session Infocafe
Photo: www.david-hoepfner.com

viele spannende Beiträge rund um das Internet. Von Katzenvideos bis hin zu Implantaten, die Farbenblinden Farben in Töne umsetzten, war viel Sehenswertes dabei. Das tolle an der Re:publica ist, dass man selbst wenn man nicht da war, die meisten Beiträge als Video anschauen kann. Auf den Bühnen 1-5 wurde gefilmt und die Videos sind jetzt im Internet verfügbar. Die einzelnen Videos im Überblick hat Michael Kreil zusammengestellt – so findet man schneller die richtigen Videos als auf der Re:publica Webseite. http://michaelkreil.github.io/republicavideos/

Wir dürften kurz das Infocafe vorstellen und haben festgestellt, dass 10 Minuten so schnell rum sind, dass man eigentlich gar nichts erzählen kann. Trotzdem waren wir froh dabei zu sein und freuen uns schon auf die nächste Re:publica 2014.

Social Media

Facebook hat sich im Punkt „Klarnamenpflicht“ gegen Datenschützer durchgesetzt. Zumindest vorerst muss man –wenn man sich an die AGBs von Facebook hält- den echten Namen verwenden. Außerdem will Facebook stärker gegen Verstöße gegen ihre Facebook-Richtlinien in Bezug auf Fanseiten vorgehen. Also nochmal schnell die eigene Seite checken.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/klarnamen-pflicht-facebook-setzt-sich-gegen-datenschuetzer-durch-a-896041.html

http://t3n.de/news/facebook-richtlinien-462188/

Das neue „Social Media Prisma“ ist da. In dem Klassiker der Übersichten über Social Media Anwendungen findet man viele Informationen darüber, was wie geteilt und genutzt wird.

http://www.ethority.de/weblog/2012/09/12/social_media_prisma_v5/

Eine eigene Videoplattform für Kinder haben das Deutsche Kinderhilfswerk, die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen, die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter sowie Google Deutschland gestartet.

http://www.juki.de

Apps

Mit der WhatsApp App im iphone kann man Nachrichten Bilder und andere Dateien ganz einfach auf dem Rechner speichern. Giga zeigt wies geht.

http://www.giga.de/apps/whatsapp/tipps/whatsapp-nachrichten-und-bilder-speichern-iphone/

Flimmo, die Fernsehprogrammberatung für Eltern gibt es jetzt auch als App.

http://www.flimmo.tv/

Einen Überblick über Android Apps mit denen man Musik machen kann gibt es von Matthias Krebs.

http://de.slideshare.net/MatzeRak/androidmusicmakingapps-2013

Wochenrückblick KW14

So schnell sind die Osterferien schon wieder (fast) vorbei. Ab Montag geht es wie gewohnt weiter. In der ersten Osterferienwoche fand im Infocafe die „mobile Stadtrally“ statt. In Zusammenarbeit mit dem Zentrum gesellschaftliche Verantwortung der EKHN entwickelten wir zusammen mit unseren Jugendlichen einen Actionbound für Neu-Isenburg. In der App Actionbound kann dieser nun aufgerufen und entdeckt werden. Wer also einmal in der Gegend ist, ist herzlich eingeladen Neu-Isenburg mit Hilfe der App zu entdecken. So jetzt geht es aber los mit den Neuigkeiten der letzten Woche.

Facebook

Die Jugend verlässt Facebook wieder. So titelt u.a. der Focus. In der Praxis lies sich ein Trend zur Nutzung von Whatsapp schon länger feststellen. Facebook wird aber nicht plötzlich aussterben – es wird nach wie vor intensiv genutzt. Mit Facebook Home will Facebook selbst dieser Entwicklung entgegen steuern. Nachdem die mobile Nutzung immer mehr ansteigt, musste Facebook hier nachlegen. Mit Facebook Home für Android Smartphones ist dies jetzt geschehen.

http://www.focus.de/digital/internet/netzoekonomie-blog/soziale-netzwerke-die-jugend-verlaesst-facebook-wieder_aid_952456.html?fb_action_ids=10151485216818468&fb_action_types=og.recommends&fb_ref=Artikelende&fb_source=other_multiline&action_object_map={%2210151485216818468%22%3A110997005737603}&action_type_map={%2210151485216818468%22%3A%22og.recommends%22}&action_ref_map={%2210151485216818468%22%3A%22Artikelende%22}

http://www.zeit.de/digital/mobil/2013-04/facebook-home

Seit einigen Wochen stellt Facebook seine Nutzer auf eine neue Chronik und eine neue Ansicht um. Neben dem Aussehen ändern sich mal wieder einige Einstellungen. In der Info bekommt man jetzt neben den eigenen „gefällt mir“ Angaben auch Vorschläge für Musik, Filme, Bücher etc.

Beispiel Musikvorschläge (Facebook.com )

Beispiel Musikvorschläge
(Facebook.com )

Diese Vorschläge sind erst mal für alle sichtbar. Möchte man sie verbergen, muss man dies einstellen. Jan Schmirmund hat hierzu schon mal eine Kurzanleitung online gestellt.

http://www.janschmirmund.de/neue-facebook-chronik-bereiche-bearbeiten-und-privatsphare-einstellen-kurzanleitung/

Bildung

Tutorials rund um E-Learning bietet der englischsprachige Blog articulate.com. In der jetzt veröffentlichten Sammlung von Tutorials erfährt man beispielsweise wie man selbst einen Onlinekurs gestalten kann.

http://www.articulate.com/rapid-elearning/the-worlds-largest-repository-of-free-online-learning-tutorials/

Seminarkonzepte zum Mobilen Lernen und Web 2.0 in der Hochschullehre stellen Prof.Dr. Schrüfer und Nina Brendel in einer Präsentation vor.

http://geographieunterrichtzweinull.wordpress.com/

Material

Einen Ratgeber rund um rechtliche Aspekte der Onlinenutzung für Jugendliche gibt es bei watchyourweb als pdf zum Download.

http://www.watchyourweb.de/assets/watchyourweb/dateibox/1364902235_Mein_Digitales_Leben_web.pdf

Die Sieger des Wettbewerbs „Dein Spiel. Dein Leben.“ stehen fest. Die Videos können auf der Projektwebseite angeschaut werden.

http://dein-spiel-dein-leben.de/

Impulskontrolle als zentrales Thema

Nachdem ich dieses Video http://www.youtube.com/watch?v=rBh6Mya6sOk von Prof. Hüther gesehen habe, fiel mir auf, dass die Steuerung der Impulskontrolle ein viel zentraleres Thema ist, als ich bisher dachte. In meinen Vorträgen über Onlinemobbing erwähne ich zwar immer, dass Jugendliche nun mal ein Problem mit der Impulskontrolle haben und deshalb manchmal Sachen machen, die sie später bereuen, (und man sie deshalb nicht als dumm hinstellen sollte, sondern Verständnis zeigen muss) aber wie weitreichend das Problem ist, war mir zuvor nicht bewusst.

Viele Probleme, die mit der digitalen Welt in Zusammenhang gebracht werden (ADHS, Mediensucht, Onlinemobbing) hängen eng mit der Impulskontrolle bzw. dem Verlust dieser zusammen. Lassen sie mich dies kurz für den Bereich des Onlinemobbings ausführen:

Werde ich beispielsweise im Jugendalter von dem Typen, in den alle verliebt sind, aufgefordert, ihm doch Nacktfotos zu schicken – mit dem Versprechen, dass er dann etwas mit mir anfängt- kann eine Störung der Impulskontrolle verehrend sein. Die Handlung an sich ist dank moderner Technik (zwei Mausklicks) in wenigen Sekunden vollzogen- die Folgen sind nicht kontrollierbar. Der greifbare Lustgewinn steht hier einer abstrakten Gefahr (Missbrauch der Bilder) gegenüber. Gibt man nun dem ersten Impuls nach, hat man das weitere Geschehen aus der Hand gegeben. Ähnliches könnte man für die hohe Anzahl der Beleidigungen im Netz annehmen. Wenn man ein „lustiges“ Bild sieht, ist man versucht schnell das darunter zu schreiben, was einem beim ersten Betrachten des Bildes durch den Kopf geht. Das kann eben auch ein böser Kommentar sein. Hat man sich über einen Mitschüler geärgert und landet auf seinem Facebookprofil liegt es nahe, ihn oder sie online schnell noch zu beleidigen um sich zu rächen. Viele dieser auf den ersten Blick sehr gemein erscheinenden Handlungen sind Handlungen, die ohne das nötige Nachdenken aus einem spontanen Impuls heraus durchgeführt werden. Dem Ärger wird Luft gemacht – damit ist das eigene Wohlbefinden erst mal wieder hergestellt. Hinzu kommt, dass online die soziale Kontrolle zunächst einmal nicht spürbar ist, was sich wiederrum auf die Impulskontrolle auswirkt. Ohne die soziale Kontrolle bin ich allein für meine Impulse verantwortlich, kein anderer kann mich durch sein Eingreifen in der Ausführung der spontanen Reaktionen stoppen. Die Folgen dieses Handelns werden oft erst später sichtbar. Viele Mobbingakteure bereuen ihre Taten später – doch dann ist es oft schon zu spät. Andere sind eingestiegen und man kann die Mobbingspirale nicht ohne weiteres wieder stoppen. Vor allem nicht ohne zuzugeben selbst etwas Falsches getan zu haben.

Herr Prof. Hühter berichtet davon, dass Kinder kaum mehr eine Chance haben zu zeigen, dass sie etwas können und dass sie wichtig sind. In den virtuellen Welten können sie genau dies. Im Computerspiel ist man mächtig, bei Facebook bekomme ich „Likes“ wenn ich Bilder oder Texte poste. Das Selbstwirksamkeitserleben ist viel höher und greifbarer – einfacher zu erlangen als es die „offline“ Welt oft bietet.

Vielleicht sollten wir deshalb darüber nachdenken, ob eine gezielte Prävention von ADHS, Onlinemobbing und Mediensucht das Erlernen der Impulskontrolle langfristig zum Ziel haben muss und wir diesen Aspekt viel mehr in den Fokus pädagogischen Handelns rücken müssen. Außerdem sollten wir den Kindern und Jugendlichen mehr zeigen, dass sie etwas können und sie auch im „offline“ Leben die nötigen Erfahrungen machen können.

Interessant daran ist übrigens, dass man diese positiven fördernden Erfahrungen auch super mit medienpraktischen Projekten machen kann.

 

Die digitalen Helden starten….


Gestern am „Safer Internet Day“ startete das Projekt „digitale Helden“ in Frankfurt mit einer Pressekonferenz im Museum für Kommunikationslider_Dr.Gold eröffnet die Pressekonferenz_0

Die Idee der Digitalen Helden ist einfach und wahrscheinlich deshalb so gefragt: Jugendliche bringen oft ein glaubwürdigeres und oftmals besseres Verständnis für die Belange und Probleme von MitschülerInnen auf, als Erwachsene. Sie kennen sich untereinander und nutzen das Internet auf ähnliche Weise, erzählt Kirstin Koch bei der ersten Vorstellungsrunde der Digitalen Helden.

Deshalb haben die Medienpädagoginnen Beranek und Kremser zusammen mit SicherDeinWeb (Borns, Schüler, Grund GbR), dem Präventiven Jugendschutz Frankfurt und dem Verein Eltern für Schule e.V. das schulübergreifende Mentorenprogramm gestartet.

Den vollständigen Artikel können sie auf unserer Heldenwebseite lesen:

http://www.digitale-helden.de/artikel/digitale-helden-starten-erfolgreich-mit-pressekonferenz